Warum Authentizität bei der Bewerbung so wichtig ist

Warum Authentizität bei der Bewerbung so wichtig ist

Authenzität ist in der Bewerbungsphase enorm wichtig

Ich finde, dass Authentizität bei der Bewerbung mit das wichtigste überhaupt ist. Denn Hochstapeleien und Geschichten aus dem Märchenbuch sind schneller entlarvt, als du denkst. Ich habe mit genügend Leuten gesprochen, die auf Unternehmensseite an Bewerbungsgesprächen teilgenommen haben und alle haben bestätigt, dass man es Leute super schnell anmerkt, wenn Sie sich verstellen. Bestenfalls denkt man sich dann, „Naja, dann ist er aufgeregt, aber fachlich gut geeignet“, aber es kann auch sein, dass man sich richtig ins Abseits katapultiert, weil man unglaubwürdig rüberkommt.

Wer sich verstellt, dem vertraut man nicht

Die große Schwester von Unglaubwürdigkeit ist Unzuverlässigkeit und beide zusammen führen zum Worst-Case: Man vertraut dir nicht. Und seien wir mal ehrlich, kein Mensch mag Cheater. Die meisten Menschen haben ein sehr gutes Gespür dafür, wenn sie einem Hochstapler gegenübersitzen.

Wer kennt das nicht? Wenn ich auf einer Party einen Menschen begegne, bei dem ich merke, dass er sich nur profilieren möchte und dafür Geschichten ersinnt, die so gar nicht stimmen können, verliere ich sofort das Interesse. Das Gespräch ist dann reine Zeitverschwendung.

Authentizität ist die Grundlage für Vertrauen

Genauso verhält es sich nicht nur bei einem Vorstellungsgespräch sondern auch beim Verfassen eines Anschreibens oder eines Lebenslaufes. Auch bei der schriftlichen Kommunikation solltet ihr euch selbst treu bleiben. Verspreche nichts, was du nicht halten kannst! Wenn du angegeben hast, Französisch zu sprechen, dann musst du damit rechnen, dass jemand Französisch mit dir spricht.

Und das ist auch sinnvoll: Spätestens im Job würdest du todunglücklich, weil du in Situationen gerätst, denen du nicht gewachsen bist. Soll heißen: sei dir deiner Stärken und Schwächen bewusst. Du musst nicht unglücklich sein, wenn ein Job nichts deinem Bewerberprofil passt. Suche weiter, du wirst eine passende Stellenbeschreibung finden!

Unter Druck kommt man anders rüber

Ich habe bereits angedeutet, dass man auch fair bleiben muss. Unter Druck und in einer ungewohnten Situation wird man natürlich schnell nervös. Und wenn man nervös ist, dann benimmt man sich häufig ganz anders, als es man in Wirklichkeit oder wie man später im tatsächlichen Job täte. Aber seien wir mal ehrlich: woher sollen das die Recruiter wissen, die dir skeptisch gegenübersitzen? Da hilft leider nur Übung, denn die macht ja bekanntermaßen den Meister.

Authentizität bei der Bewerbung kommt durch Erfahrung

Apropos Übung: wenn du das Gefühl hast, dass es dir noch an Authentizität bei der Bewerbung fehlt, dann liegst du vermutlich gar nicht so falsch. Ehrlich gesagt, ist es gut, wenn du dieses Gefühlhast, weil es zeigt, dass du reflektiert über deine Situation und deine Rolle nachdenkst. Deshalb kommen zwei Tipps zum Schluss:

  1. Bitte deine Freunde und deine Familie, deine Bewerbungsunterlagen durchzusehen und kritisch zu hinterfragen, ob darin auch tatsächlich deine Stärken und Schwächen hinreichend beschrieben. Kurzum: Ob sie dich, da sich bestimmt gut kennen, auch wirklich in den Unterlagen wiederfinden
  2. Übt das Vorstellungsgespräch! Manchmal weiß man, was man sagen will, aber in einer Drucksituation fehlen einem dann die richtigen Worte. Das führt dazu, dass man sich verheddert und versehentlich zu den falschen Formulierungen greift. Und zack bist du in einer Rechtfertigungsspirale, weil man sich natürlich dazu tendiert, sich lieber etwas besser darzustellen. Nur wenn das gesunde Maß überschritten ist, ist es dahin mit der Athentizität

Ich hoffe, dass die Gedanken zum Thema Authentizität hilfreich waren! Wenn du Fragen oder Kommentare zum dem Thema hast, dann schreibe uns gerne eine E-Mail an freunde@bapply.de oder schreibe uns einfach etwas in die Kommentarspalte!

John

John

Die Zukunft der Arbeitswelt ist mein Fokusthema. Ich möchte jetzt schon verstehen, wie Berufsleben morgen funktioniert - und die Gedanken auf Bapply.de teilen. Dafür lese ich viel über neue Organisationsformen und -modelle (Stichwort "New Work") und führe regelmäßig Gespräche mit interessanten Menschen.
John


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *