Wie du sein kannst, wer du sein willst – Fake it till you become it!

Wie du sein kannst, wer du sein willst – Fake it till you become it!

Ein kleiner Gedanke kann dein Leben verändern

Wie ich darauf komme, über das Thema Lebensvision zu schreiben? Wir haben ja schon viele tolle Ted Talks gesehen. Viele, die uns beeindruckt haben. Viele, die uns ein Aha ins Gesicht und ein Lächeln auf die Lippen gezaubert haben. Aber dieser ist besonders.

Denn dieser hat mein Leben verändert. Häufig sind es nämlich die kleinen Dinge, die das Leben verändern. Sie schleichen sich ein und greifen Raum, ohne dass wir es merken. Diesen Ted Talk von Amy Cuddy habe ich bemerkt – wie er sich eingeschlichen hat auch, allerdings erst viel später.

Es war ein sonniger Sommersonntag und ich hatte gerade eine verantwortungsvolle Position – als Frau – in einer Männer-Domäne übernommen. Anstatt die Sonne und das Leben zu genießen, quälte mich regelrecht der Gedanke an das bevorstehende Montagsmeeting: Umgeben ausschließlich von Herren, die zum Teil nicht gerade begeistert von meiner Position, meinem Einfluss und meinem – nennen wir es mal – soziodemographischen Profil waren. Ein bisschen Ablehnung steckte ich locker weg, aber jeden verdammten Tag, in jedem verdammten Meeting?!

Dieser kleine, fiese Gedanke an den Montag, der ja am Sonntag bekanntlich noch gar nicht angebrochen war, hatte sich also regelrecht eingenistet in meinem fröhlichen unbeschwerten Leben. Machte mir meinen Sonntag kaputt. Als Amy Cuddy um die Ecke bog. Auf meinem Smartphone blitzte sie auf, in einer Nachricht von einer lieben Freundin. Es ging um Amys Lebensvision.

Amy Cuddy zeigt uns: Körpersprache kann unser Leben verändern (Quelle: Ted.com, 2012)

Amy Cuddy zeigt uns: Du kannst bestimmen, wer du bist

Häufig geben wir den „Umständen“ zu viel Macht. Die „Umstände“ waren in meinem Fall die Menschen, die mir begegneten. Deren Position nachvollziehbar war: Eine ungewohnte Situation, eine neue Person, die sie mit einer gewissen Skepsis und Zurückhaltung zunächst beobachteten. Aus meiner Perspektive war es einfach nur hart, denn ich war bisher immer sehr akzeptiert und respektiert – auch von dem Männern in meinem Umfeld. Nur eben nun (noch) nicht in dieser Rolle.

In Amys Fall war es ein Autounfall, der ihren IQ entscheidend verringert hatte, wie sie im Video beschreibt. Ihre „Umstände“ war die Aussage, dass ihr Intellekt, etwas das sie bisher ganz fundamental als Person definiert hatte, limitiert sei. Dass es ihr scheinbar nie möglich sein würde, die Laufbahn einzuschlagen, die sie sich wünschte. Man sagte ihr, sie würde nie die Person werden, die sie sich so sehnlich wünschte, zu sein. Ihre Lebensvision war in Gefahr.

Gib den Umständen keine Macht

Was also tun? Der Gedanke ist einfach: Fake it until you become it. Täusche vor, jemand zu sein, der du sein möchtest. Also: Gib den Umständen keine Macht.

Nachdem ich mir Amys Rede angehört hatte, fasste ich einen Entschluss. Ich hatte mein Leben selbst in der Hand. Ich musste meine Lebensvision zum Leben erwecken. Wenn ich bereits mit der Erwartung, nicht akzeptiert zu werden, das Meeting eröffnete (denn ich leitete die Veranstaltung), was konnte dann wohl passieren? Die Menschen würden mir mit Sicherheit widerspiegeln, wer ich selbst glaubte, zu sein.

Ermögliche deinem Umfeld, dich so zu sehen, wie du sein möchtest

Also sagte ich mir, dass ich eine starke, selbstbewusste und vor allem verdammt noch mal zu Recht in dieser Position agierende Person bin. Was konnte dann passieren? Ganz einfach: Ich gab meinem Umfeld die Möglichkeit, mich so zu sehen, wie ich sein wollte. Das war in meinem Fall ja auch so, wie ich eigentlich war.

Wir lassen unserem Umfeld häufig nicht die Möglichkeit, uns so zu sehen, wie wir wirklich sind. Da wir durch unsere Erwartungshaltung den Menschen bereits präsentieren, was wir meinen, wer sie denken, dass wir es sind. Wir stehen uns selbst im Weg. Also: Hör auf damit. Sei, wer du sein willst!

Amy tat es ebenso. Und es funktionierte. Sie brillierte. Sie legte die Laufbahn zurück, die sie sich so sehnlich gewünscht hatte. Und sie hat einen ganz entscheidenden, praktischen Tipp für uns.

Der Tipp: Hilf deiner Einstellung auf die Sprünge – mit „Selbstbewusstseins-Posen“ (Powerposes)

Powerposes, raumgreifende Körperbewegungen stärken dein Selbstbewusstsein. Das klingt im ersten Moment für einige sicherlich etwas befremdlich und vielleicht auch etwas zu simpel. Aber es ist gut. Sehr gut sogar.

  1. Tipp: Achte auf deine Körpersprache in der Situation
    Wenn ich wie ein eingeschüchtertes Häufchen Elend in meinem Montagsmeeting gesessen hätte, was hätte passieren sollen? Welche Optionen hätte ich meinem Umfeld gegeben, mich wahrzunehmen. Richtig, nicht sehr viele. Wenn ich hingegen selbstbewusst, mit erhobenen Haupt und geradem Rücken im Meeting sitze, zeigt mein Körper: Ich bin da. Und ich bin richtig hier.Gleichzeitig sendet mein Körper meinem Gehirn: „Hey, sie ist so, wie sie sein will. Die kann alles!“ Diese Kraft ist nicht zu unterschätzen.
  2. Tipp: Bereite deinen Körper z.B. vor einer Präsentation auf die Situation vor
    Das Signal, das der Körper deinem Gehirn sendet, wenn du große, raumgreifende Power-Posen durchführst, ist mächtig. Gib dem guten, dem richtigen – dem selbstbewussten – Gefühl in dir Macht. Zugegeben, im Meeting können hochgesteckte Arme und Jubelschreie etwas merkwürdig wirken. Also: Such dir einen ruhigen Ort (z.B. allein im Büro). Nimm dir ein bis zwei Minuten Zeit, und freue dich deines Lebens. Mit ausladenden Powerposen.

Dein Körper sagt dem Gehirn: Du bist, was du sein willst!

Also: Los mit dir! Geh raus, und sie, wer du sein willst! Wir von Bapply haben sind uns sicher,  dass sich dann dieser wunderschöne Gedanke ganz heimlich und zielsicher bei dir einschleicht. Und, dass er dein Leben auch so viel glücklicher macht!

Was ist deine Lebensvision?

Es würde uns sehr freuen, von deinen Geschichten und Erfahrungen zu hören. Auch wenn du Fragen oder Kommentare zu dem Thema hast, dann schreibe uns gerne eine E-Mail an freunde@bapply.de oder schreibe uns einfach etwas in die Kommentarspalte!

Vera

Vera

Ich beschäftige mich mit Coaching-Themen und Fragen der Persönlichkeitsentwicklung. Auf Bapply.de schreibe ich darüber, wie wir über Achtsamkeit ein erfüllteres Leben vor allem im Hinblick auf unsere Jobsituation entwickeln können. Außerdem gebe ich regelmäßig Tipps zu den Themen Bewerbung und Berufseinstieg.
Vera


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